Mein April in Kanada

| Kanada

Hi!

Ein weiterer Monat ist vergangen und das Ende meines Auslandsjahres ist gar nicht mehr so weit entfernt. In dieser Zeit sind wir jetzt auch beim letzten Viertel des Schuljahres angekommen, was heißt, dass wir nochmal einen Kurswechsel hatten. In den letzten Wochen vor dem Kurswechsel haben sich die finalen Tests und Hausaufgaben ganz schön gehäuft, was zu ziemlich viel Stress manchmal geführt hat. Dadurch, dass wir in unseren Kursen aber arbeiten durften wo wir wollten (dies ist in vielen Kursen in der Schule so) hat meine Freundesgruppe sich immer draußen an „unserem“ Picknicktisch getroffen, was die Zeit und Hausaufgaben um einiges erträglicher gemacht hat. Nach dem Kurswechsel habe ich jetzt zwei neue Kurse; einer davon heißt „Fitness&Strength“ was hauptsächlich bedeutet, dass wir in dem Kurs Workouts machen, joggen gehen, im Schul-Fitnessstudio sind und sehr viel über Körper und Ernährung lernen. Erst hatte ich etwas Angst, dass ich bei drei Stunden Sport nicht mithalten kann, aber unsere Lehrerin variiert unsere Stunden sehr, sodass wir nach einem sehr anstrengenden Workout am nächsten Tag oft Wandern gehen oder Yoga machen. Dadurch, dass die Klasse sehr aktiv und in Bewegung ist hat man immer sehr viel Möglichkeiten neue Leute kennen zu lernen.

Meine zweite Klasse ist ein Literaturkurs für die 12. Jahrgangsstufe, in welchem wir pro Woche eine Literatur-Zeitperiode besprechen und ein Beispiel-Buch lesen. Diese Woche schauen wir uns das Mittelalter an und lesen gleichzeitig die „Canterbury Tales“ und nächste Woche sind wir dann auch schon bei Shakespeare angekommen. Das Programm in dem Kurs ist ziemlich straff aber dank entspanntem Lehrer und lustiger Klassendynamik geht die Zeit ziemlich schnell um.

In meiner Gastfamilie hat sich nicht sehr viel verändert, außer dass wir ganz schön viel Zuwachs bekommen haben. Unsere Farmtiere haben jetzt fast alle schon Babys bekommen, was heißt, dass wir jetzt sieben Küken, zwei Baby-Enten, drei Baby-Ziegen und fünf Baby-Hasen haben. Das ist tatsächlich auch so viel Arbeit wie es sich anhört, aber da das Wetter jetzt immer besser wird hat man viel mehr Lust draußen Zeit zu verbringen.

 
(Unsere Baby-Ziegen und Küken)

Oft haben wir jetzt auch abends Feuer draußen mit der ganzen Familie. Mit meinen Freunden bin ich auch die meiste Zeit draußen. In unserer Stadt gibt es zwei sehr süße Parks und unzählige kleine Cafés in denen man auf süß gestalteten Terrassen die Sonne genießen kann. Außerdem hat unsere Insel unglaublich viele Strände zu denen wir oft Essen mitnehmen und den Sonnenuntergang anschauen.

 
(Einer meiner Lieblingsstrände; Vesuvius Beach)

Generell bin ich immer wieder überrascht wie viele Leute man in einer so kurzen Zeit kennenlernen kann. Die beste Gelegenheit dazu sind hier die Mittagspausen die wir so nicht in Deutschland haben. Dadurch dass man jeden Tag eine Stunde mit jemand anderem in der Schule verbringen kann hat man echt viele Möglichkeiten neue Leute anzusprechen und kennen zu lernen. 

See you soon,

Karla