12:04 04th Juli 2023

Mein letzter Monat in Neuseeland

Meine Gefühle spielen verrückt. Der Juni ist mein letzter Monat in Neuseeland und er ist gleichzeitig so langsam und rasend schnell umgegangen.

Mein Highlight war definitiv der Trip mit meiner Gastmutter, den wir direkt am Anfang an einem längeren Wochenende gemacht haben. Am ersten Tag sind wir zu den Glühwürmchenhöhlen gefahren, den Waitomo Caves, weil ich das noch sehr gerne machen wollte. Dort haben wir zwei Touren gemacht, bei der ersten sind wir durch die Höhle gelaufen und der Guide hat sehr viele interessante Dinge erzählt. Die Höhle sah aus wie in einem Filmset und man hat viele Glühwürmchen gesehen. Danach haben wir in einer anderen Höhle auch zuerst eine kleine Führung und dann eine Bootstour gemacht. Das war wirklich atemberaubend schön, weil es fast komplett dunkel war und man die vielen Glühwürmchen dadurch umso besser sehen konnte.

Übernachtet haben wir bei Verwandten von meiner Gastmutter in Hamilton, wo wir den nächsten Tag verbracht haben. Wir waren in den Hamilton Gardens, die wirklich sehr groß und richtig schön sind. Es gibt zum Beispiel einen ägyptischen Garten, einen italienischen oder auch einen voll mit Kräutern. Es war einfach super Wetter dafür! Sonst haben wir noch kurz die Waikato University angeguckt.

Am Abend kam noch die Tochter von meiner Gastmutter und wir sind morgens nach Auckland gefahren. Dort haben wir ein Hockeyspiel angeguckt, bei denen Leute mitgespielt haben, die sie kennen. Das war echt cool, vor allem weil ich noch nie vorher eins gesehen habe. Dann waren wir noch in Malls, haben gegessen und ein bisschen geshoppt. Es war richtig voll in den Malls, was ich hier von Neuseeland gar nicht mehr gewohnt bin. Übernachtet haben wir dann wieder in Hamilton und sind am nächsten Tag über Tauranga zurück nach Ohope. In Tauranga waren wir dann noch auf einem Secondhandbasar und haben die Familie besucht.

In der Schule wurde ein Musical produziert nach dem Film Little Shop of Horrors. Das habe ich mir mit Freunden an einem Abend angeschaut. Es war sehr cool gemacht und die Leute hatten richtig Talent zum Singen, Schauspielern und Tanzen. Sonst war ich noch auf zwei Geburtstagsfeiern. Eine war am Strand in Coastlands, wo ich auch noch nie vorher war. Wir haben ein Lagerfeuer gemacht und Stockbrot und Marshmallows gemacht. Bei der anderen Feier waren wir bei ihm zuhause, was auf einer Farm in Poroporo, außerhalb von Whakatane ist. Es wurde ein richtig großes Feuer gemacht. Sonst habe ich eigentlich nichts großartig Neues gemacht, aber noch meinen letzten Monat richtig genossen.

Zwei Freundinnen waren an einem Tag da und wir haben im Garten gesessen und sind am See entlanggegangen, wo ich richtig Sommergefühle bekommen habe wegen der Wärme und Sonne, obwohl es eigentlich schon Winter ist. Ich war oft mit meinen Freunden nach der Schule in der Stadt und haben da einfach abgehangen. Ich gehe auch häufig an den Strand, manchmal auch zum Lesen und ich habe auch mit Freunden Muscheln gesammelt und die bemalt.

In der vorletzten Woche hatten wir noch ein Gastfamiliendinner, wo es Pizza gab und man alle nochmal gesehen hat. Wir haben auch Zertifikate bekommen, in denen in jedem Fach die Lehrer etwas über uns geschrieben haben. Das war echt süß und zeigt auch nochmal, dass die Lehrer hier viel offener zu den Schülern sind. Am nächsten Abend waren wir auch noch mit den Austauschschülern essen, weil viele von denen noch eine zehntägige Reise auf eine Insel in Australien, im Great Barrier Reef gemacht haben und viele sie nicht mehr wiedersehen werden können, weil sie schon früher fliegen als ich. An den zwei Tagen habe ich auch bei einer Freundin übernachtet, da meine Gastmutter mit ihrer Arbeit weggefahren ist. Es war auch sehr cool ihr Gastfamilienleben mitzubekommen, da es eine große Familie ist und damit auch nochmal ganz anders als bei mir.

In der Schule hatten wir auch noch ein Assessment in Hospitality, wo wir beim Kochen auf Food Safety und Frying Skills getestet wurden, in Marine Studies haben wir sogar einen Fisch seziert und in Performing Arts haben wir einen weiteren Tanz gelernt. In Englisch mussten wir Recherche machen und einen Artikel schreiben, in Painting habe ich meine Box fertiggemacht und in Outdoor Education hatten wir ein paar Mountainbikestunden, was mir aber nicht wirklich Spaß gemacht hat. Insgesamt fand ich die Fächer hier echt cool und ganz anders als in Deutschland, aber teilweise war es schon langweilig, da wir nicht so viel zu tun hatten.

In der letzten Woche habe ich mich nach der Schule noch mit Freunden getroffen und es nochmal richtig genossen. Es war echt ein komisches Gefühl, weil ich mich einerseits schon sehr auf Zuhause, meine Familie und meine Freunde freue, aber auch nicht gehen und alle hier verlassen will. Dadurch habe ich auch viele Stimmungsschwankungen, aber ich fokussier mich immer darauf, auf zuhause zu freuen und es aber noch richtig genießen. Am letzten Schultag musste ich fast alle dann schon verabschieden, weil sie schon früher fliegen, davon auch meine besten Freunde. Das war sehr traurig, aber erstaunlicherweise konnte ich nicht weinen. Es ist so komisch zu wissen, dass ich manche wahrscheinlich nie wieder sehen werde, weil sie am anderen Ende der Welt wohnen, aber manche kann ich sehr wahrscheinlich in Deutschland wiedersehen, aber es wird nie wieder das gleiche sein.

Insgesamt war der Juni aber sehr schön und ich bin so unendlich dankbar, dass ich das hier alles erleben darf. Jetzt habe ich hier noch fast eine Woche Ferien und dann fliege ich zurück. Ich freue mich zwar nicht auf den Abschied, aber sehr auf das Wiedersehen! 🙂

Tamina

Whakatane, Neuseeland

Tamina verbringt ihr Auslandshalbjahr 2023 in Whakatane, Neuseeland. Hier kannst du sie bei ihren Abenteuern während des Schüleraustausches begleiten.

Die Erfahrung deines Lebens

Während deines Auslandsaufenthaltes erweiterst du deinen Horizont, lernst andere Kulturen kennen und entdeckst dich selbst ein Stück mehr. Eine prima Voraussetzung für deine erfolgreiche Zukunft. Das gefällt dir? Dann freue dich auf eine kostenfreie Beratung.