Weihnachten in Victoria

Ronja in Kanada
| Kanada

Hey,

die  Weihnachtszeit kommt uns ja immer näher, daher dachte ich mir, ich berichte heute mal über die Weihnachtszeit und Weihnachten in Kanada.

In Nordamerika wird Weihnachten sehr gefeiert. Man kennt das ja aus Filmen etc., dass zum Beispiel Familien ihre Häuser sehr stark dekorieren. Das ist eine Tradition, die mir auch wirklich sehr aufgefallen ist in im meinem Ort, so gut wie alle Häuser waren geschmückt mit Lichterketten. Auch meine Gastfamilie hatte unser Haus dekoriert.

Es gab auch andere Traditionen in der Weihnachtszeit, die ich schön fand und die es hier nicht so gibt. Zum Beispiel fand  im Dezember eine sogenannte Santa Parade statt, bei der sich viele Gruppen von Chören, Theaterkindern und vor allem Truckfahrer mit geschmückten Autos, abends über die Hauptstraße bewegten. An den Rändern standen die Bewohner und kriegten  Süßigkeiten von den Gruppen und Trucks zu geworfen. Es wurde  Weihnachtsmusik gespielt und fast Alle aus dem Ort versammelten sich dort, es war eine sehr schöne Stimmung. Auch in meiner Schule wurde Weihnachten groß geschrieben, es stand dort im Foyer ein Weihnachtsbaum und es gab einenge Aktivitäten verbunden mit dem Fest. Kurz vor den Weihnachtsferien, wurde ein sogenanntes Santas Breakfast in der Schule veranstaltet. Dabei wurden in der ganzen Schule Tische aufgestellt und alle Schülerinnen kamen nach und nach zur Cafeteria, wo der aktuelle Kochkurs, von  dem ich damals ein Teil war, ihnen Pancakes und Würstchen austeilte. (Typisches Frühstück). Etwas was so bei in einer deutschen Schule stattfinden würde.

Man muss aber auch bedenken, dass Weihnachten ein sehr familiäres Fest ist, welches man meistens Zuhause oder bei Verwandten und engen Freunden feiert. Demnach hat jede Familie auch eigene Traditionen, bei mir Zuhause ist das zum Beispiel, an Heilig Abend zusammen zum Gottesdienst zu gehen. Wenn man ein traditionelles Weihnachtsfest von Zuhause gewöhnt ist und immer mit seinen Eltern feiert,  kann es auch schwer sein, am anderen Ende der Welt zu sein. Ich hatte in Kanada eine echt gute Zeit und eigentlich nie Heimweh. Als Weihnachten aber näher kam, hab ich mir schon manchmal gewünscht mit meiner Familie zu sein. Ich muss sagen, das es  für kurze Zeit, wirklich ein bisschen schwer für mich und auch für alle Austauschschüler, die ich kannte, war.

Um das aber nicht zu blöd klingen zu lassen, möchte ich unbedingt erwähnen, dass als dann Weihnachten kam, ich eine total schöne Zeit hatte. Abends haben wir viel gegessen und Spiele gespielt, beide Gastgeschwister und ich blieben noch lange auf und sind dann am nächsten Morgen zu Schnee aufgewacht. Wirklich wie aus dem Traum. Zum Frühstück haben wir dann unsere Geschenke geöffnet, meine Gastfamilie war total großzügig und hat mir auch einiges geschenkt. Das hätte natürlich gar nicht sein müssen, aber ich habe mich sehr gefreut und war ihnen dankbar. Morgens, bzw. tagsüber Weihnachten zu feiern war zwar eine ungewohnte, aber eine schöne Erfahrung.

Für alle die sich wegen Weihnachten im Auslandsjahr Sorgen machen, oder die, die jetzt gerade im Auslandsjahr sind und traurige Gefühle erfahren, möchte ich einfach sagen, dass es zwar schwer ist, aber man auch nicht die einzige Person ist die dadurch geht. Im Endeffekt habe ich vor allem schöne Erinnerungen an diese Zeit und empfehle Jedem, die  Zeit dort zu genießen, auch wenn man die Familie mal vermisst. Ich habe auch noch ein paar Fotos eingefügt die euch das nochmal mehr zeigen.

Bis zum nächsten mal!