Auslandsjahr in Kanada

| Kanada

Heyy, ich bin Olga, 15 Jahre alt und verbringe gerade mein Jahr in Kanada, Maple Ridge. Wahrscheinlich kennt ihr Maple Ridge nicht, denn es ist ein Nebenstädtchen von der riesen Stadt Vancouver. Aber dafür, dass es so „unbekannt“ ist, trifft man hier auf viele Austauschschüler aus der ganzen Welt. Ich persönlich habe mich für diese Stadt entschieden, weil es ist eine gute Mischung aus Stadt und Land ist und man nah an anderen großen Städten ist. Ebenfalls wollte ich in einer typischen amerikanischen Hausgegend wohnen. Das kann ich euch auch nur ans Herz legen. Macht euch schon im voraus Gedanken wie eure Stadt aussehen soll. Falls ihr gerne wandert, dann sucht euch natürlich eine Gegend mit viel Natur aus, aber wenn ihr ganz im Gegensatz mehr Wert auf das Stadtleben legt, kann ich euch nur empfehlen in eine Großstadt zu ziehen. 

Mein Flug 

Ich bin zu Corona Zeiten nach Kanada geflogen. Dies hat natürlich einige Sachen schwieriger gemacht, aber nicht unmöglich. Der Flug war gar nicht so langweilig wie fast alle beschreiben. Ich flog 11 Stunden von München nach Vancouver und ich kann euch versichern, dass für mich sich dieser Flug wie Vier Stunden angefühlt hat. Durch die Organisation hatten wir bereits übers Internet mit den Leuten geschrieben die im gleichen Flieger waren, so habe wir uns am Flughafen wiedergefunden. Der Flieger bestand größtenteils nur aus Schülern die sich in der gleichen Situation befanden wie ich. Wir haben schon direkt Freundschaften geschlossen und so direkt ein langweiligen Flug zu einem Abenteuer verwandelt.

Das Highschool Leben 

Einer der wichtigsten Punkte für mich war die Highschool. Ich habe mir so sehr gewünscht die typische Highschool wiederzufinden wie in den Filmen. In meinem Schuldistrikt gab es viele Schulen als Auswahl, aber meine Entscheidung fiel auf die Samuel Robertson Technical Highschool. Obwohl wir die kleinste Schule sind, gibt es trotzdem hier viele Austauschschüler aus der ganzen Welt wie zum Beispiel Italien, Japan, Spanien und viel mehr. Wir haben auch eine kleine Freundesgruppe gebildet. Gerade am Anfang ist es sehr angenehm mit Leuten zu sein, die genau in der gleichen Situation sich befinden wie ihr. Mit der Zeit, hat sich mein Freundeskreis erweitert, so dass man schon mehr mit Einheimischen was unternommen hat.  

Die Schulen sind hier wirklich wie in den Filmen. Man kann sich für Clubs nach der Schule anmelden und was mich hier wirklich sehr überrascht hat ist das Schüler-Lehrer Verhältnis. Die Lehrer sind hier viel entspannter und reden mit euch über euren Tag und deren Privatleben. Ebenfalls funktioniert die Fächerplannung komplett anders. Pro Semester konnte ich mir vier Fächer auswählen, die ich jeden Tag haben werde. Gerade für die Austauschschüler gibt es in diesem Bereich keine Einschränkungen. Ich konnte mich zwischen allen Fächern entscheiden. Bei mir fiel die Wahl im erstem Semester auf Culinary Arts, Spoken Language, Arts und Food Studies.

  • Culinary Arts ist Kochen. Man bereitet das Essen für den Lunch vor oder für andere Ereignisse. Also einfach gesagt- Kochen wie im Restaurant.
  • Food Studies ist häusliches Kochen. Ihr seid in einem Klassenzimmer mit Küchen wo ihr selber Essen vorbereitet und dann es sogar esst.
  • Arts ist wie Kunst. In Kanada wird mehr Wert auf die Kreativität jedes einzelnes Schülers gelegt und mehr Projekte eingeleitet.
  • Spoken Language/New Media ist wie der normale Englisch Unterricht. Der Unterschied ist, dass man mehr über unterschiedliche Themen diskutiert, die mit der heutigen Zeit in Verbindung stehen und man analysiert keine Gedichte oder sowas sondern Musikvideos und die Texte. 

Die Fächerauswahl ist zur jeden Schule und Klasse unterschiedlich. Also wenn ihr euch für eine Schule entscheidet guckt euch auch die Auswahl an Fächern und Clubs an. Zum Beispiel was es auch noch an meiner Schule gibt ist Photographie, Metall- und Holzarbeit und Digital Design und viel mehr. Während der Schulzeit werden viele Ereignisse stattfinden. Nicht nur die Spiele der Schulmannschaft sind ein interessantes Ding aber auch kann man sich für lustige Aktivitäten einschreiben. Zum Beispiel Kürbis Bowling im Herbst oder wir haben Mottotage wo jeder mit einem Schlafanzug zur Schule geht.