Karlas Weihnachtszeit

| Kanada

Hey y’all,

zwei Monate meines Auslandsaufenthalts in Kanada sind jetzt schon vorbei und damit auch Weihnachten und Silvester.

In der Vorweihnachtszeit gab es in der Schule ein paar mehr „assignments“ zu erledigen, was aber locker zu schaffen war. Ich hatte ursprünglich ein bisschen Respekt vor meinem Englisch Kurs, der ganz normal mit den einheimischen Schülern zusammen stattfindet, doch mit meinem sehr verständnisvollen und hilfsbereiten Lehrer sind die meisten Aufgaben kein Problem. Über meinen zweiten Kurs, den Kochkurs, bin ich sehr froh, da wir in dem eigentlich nie Hausaufgaben aufbekommen und immer gute Stimmung herrscht.

In den Weihnachtsferien hat es tatsächlich geschneit, was dann sogar einen Stromausfall zur Folge hatte. Ursprünglich wollten ich und ein Teil meiner Gastfamilie an dem Tag nach Victoria (der Provinz-Hauptstadt von British Columbia) fahren, was dann wegen Glättegefahr leider nicht möglich war. Wir haben das dann einfach auf einen anderen Tag verschoben und den Schnee genossen (:

In Victoria haben mir Siggy (eines meiner Gastgeschwister) und Calvin (ein Freund meines Gastbruders) erst mal alle Sehenswürdigkeiten gezeigt. Danach haben wir in einem sehr guten Restaurant zu Mittag gegessen und waren noch ein bisschen shoppen. Ziemlich viel Zeit hat die Hin- und Rückfahrt geraubt, da wir von Salt Spring Island die Fähre nach Victoria nehmen mussten.

 

An Weihnachten gab es in meiner Gastfamilie morgens einen leckeren Brunch mit Pfannenkuchen, Speck und Eiern. Wir haben dann meine ältere Gastschwester, welche auch auf Salt Spring Island mit ihren Kindern wohnt, besucht. Abends gab es Truthahn (einen von denen die meine Gastfamilie selbst gehalten hat) und etliche Beilagen wie Süßkartoffeln und Truthahn-Füllung. Nach dem Abendessen wurden Geschenke ausgetauscht. Wir hatten uns im Vorhinein auf eine Art „Wichteln“ in der Gastfamilie geeinigt, das heißt jeder hat einen Namen gezogen und musste der Person ein Geschenk kaufen. Ich mochte die Idee, da man dann nicht zu viel kaufen musste.

In den Weihnachtsferien habe ich sehr viel Zeit mit meiner Gastfamilie verbracht. Wir haben viel zusammen gekocht und gebacken. Ab und zu habe ich mich mit Freunden in der Stadt getroffen um Mittagessen zu gehen oder in den kleinen Second-Hand Shops unseres Ortes shoppen zu gehen. Obwohl keine Langeweile aufkam, hatte ich natürlich auch mal Heimweh, besonders um die Weihnachtszeit. Bei mir hält sich das zum Glück im Rahmen und ich kann damit ganz gut umgehen. Während den Ferien habe ich die Zeit genutzt um länger mit Familie/Freunden aus Deutschland zu telefonieren.

An Silvester haben wir in meiner Familie einen Spieleabend gehabt, da wegen Corona nichts Größeres erlaubt war. Wir hatten trotzdem sehr viel Spaß zusammen.

Generell bekommt man von Corona hier nicht so viel mit wie in Deutschland. Restaurants und Cafés haben noch geöffnet und die Schule findet noch im Präsenzunterricht statt. Uns ist aber nicht erlaubt uns sich mit anderen Leuten als mit unserem Haushalt zu Hause zu treffen. Sportclubs, Kinos und andere Freizeitclubs haben zu, was es für uns Auslandsjahrschüler etwas erschwert neue Leute zu treffen. Das Kennenlernen beschränkt sich dann hauptsächlich auf die Schule.

Wenn ich euch das nächste Mal schreibe könnte es aber sein, dass sich die Regeln auch hier schon wieder geändert haben…

See you soon,

Karla