Karlas Spring Break in Kanada

| Kanada

Schon über die Hälfte meines Auslandsjahres ist jetzt rum und ich berichte euch mal wieder über meinen letzten Monat.

Momentan habe ich „spring break“, davor hatte ich aber ein paar stressigere Wochen in der Schule. In meinem Karriere-Kurs haben wir an allen Tagen genug Aufgaben um die drei Kursstunden komplett auszufüllen, was für kanadische Verhältnisse sehr viel ist. Dazu kommt, dass wir ein Projekt über die komplette Dauer des Kurses haben in dem wir etwas selbst kreieren und unseren Lernfortschritt dokumentieren sollen. Eine Freundin baut zum Beispiel einen Pizzaofen und eine andere Freundin fängt an selbst genähte Klamotten in ihrem Online Shop zu verkaufen. An sich ist das Projekt ziemlich interessant, da man komplett selbst entscheiden kann in welche Richtung es gehen soll, aber man muss eben auch sehr viel Zeit dafür aufwenden. In der Woche sollen wir sechs Stunden daran arbeiten, was auch Zeit zu Hause beansprucht. Ich habe mich daher entschieden, einen Reiseführer über Salt Spring Island zu erstellen, da ich am Wochenende meistens mit meinen Freunden auf der Insel unterwegs bin und ich mich dann nicht so viel Zeit zusätzlich zu Hause hinsetzen muss. In meinem „social studies“ Kurs haben wir vor den Ferien das Thema Regierung und Parlament bearbeitet. Obwohl es natürlich basierend auf dem kanadischen System war, hat man auch generell viel gelernt. Am interessantesten fand ich es, wenn wir uns die Live Übertragungen aus dem kanadischen Parlament angeschaut haben. Man hat dann einen sehr guten Eindruck von der Politik hier bekommen.

Wie am Anfang erwähnt haben wir grade „spring break“ für zwei Wochen, was mir sehr viel Zeit mit meiner Gastfamilie ermöglicht. Dadurch dass meine Gastgeschwister alle älter sind als ich, arbeiten sie viel und sind nicht immer zu Hause. Trotzdem bereiten wir jeden Abend zusammen das Abendessen zu und unternehmen auch öfter mal was zusammen. An den freien Tagen meiner Gastmutter helfe ich oft auf der Farm mit. 

 

(unsere Ziegen Leeroy und Hank)

 

Mit meinen Freunden unternehme ich meistens Sachen im Freien, wie zum Beispiel Wanderungen oder Picknicks. Wir gehen dazu häufig in die nahegelegene Stadt. Dadurch dass wir oft schlechtes Wetter haben - es regnet sehr viel - müssen wir häufiger mal kurzfristig entscheiden doch in der Stadt zu bleiben statt mit dem Bus irgendwo hinzufahren. Meistens gehen wir dann zusammen etwas essen, da wir auf Salt Spring Island ziemlich viele Cafés und Restaurants haben. 

 

(typisches kanadisches Frühstück)

 

Unsere Schule hat uns Auslandsjahrschülern über die Ferien einen „scavenger hunt“ gegeben, bei dem man ein paar Aufgaben in der Stadt und mit seiner Gastfamilie lösen muss, was ziemlich cool ist. Zusätzlich versuche ich in meiner freien Zeit so viel wie möglich von Salt Spring Island zu sehen, was wegen Corona manchmal schwer ist, da die wenigen Sachen die es auf der Insel gibt dann geschlossen sind. Wenigstens haben wir ein ziemlich gutes Bus-System auf der Insel, was ganz praktisch ist, wenn man mal genug von der Stadt hat und an einen Strand oder zu einem anderen Café fahren will. 

 

(Busfahrt über Salt Spring Island)

 

In ein paar Tagen fängt dann auch die Schule wieder an. Ich freue mich ziemlich, meine Freunde wiederzusehen, da die meisten Kanadier die ich kenne in den Ferien gearbeitet haben und dadurch nicht so viel Zeit hatten. 

 

See you soon, 

Karla